Berichte

Am 12. September fand an St. Joachim ein Begegnungsfest statt. Kooperationspartner waren der Caritasverband Düren-Jülich, IN VIA, Bahnhofsmission, die GdGs St Franziskus und St. Lukas und das Sozialamt Düren. Unterstützt wurde die Aktion durch den Katholikenrat für die Region Düren, Medical Service, Foodsharing sowie das Büro der Regionen. Mit dabei war auch „der schnelle Emil“ vom spielpädagogischen Dienst. Eingeladen waren zudem Vertreter/*innen der Stadt.

Die Idee dahinter: Einen Sonntagsbrunch für und mit von Obdachlosigkeit und Armut betroffenen Menschen auf dem Gelände der St. Joachimskirche zu gestalten. Die St. Joachimskirche ist nicht nur symbolisch ein guter Ort, um die Bedeutung gemeinsamen diakonischen Handelns von Kirche und Wohlfahrtsverbänden zu unterstreichen; sie liegt in fußläufiger Nähe zum Bahnhof und ist für von Obdachlosigkeit betroffene Menschen, die sich bevorzugt rund um den Bahnhof aufhalten, gut erreichbar. Die Initiatoren und Initiatorinnen wollten zeigen, dass es gerade in schwierigen Lebenssituationen wichtig ist, Anlässe zu schaffen, bei denen man gemeinsam das Leben feiern kann! Leichtigkeit trotz Schwere.
Der Besuch von Bürgermeister Frank Peter Ullrich sowie des Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan machten deutlich, dass die Anliegen der Menschen und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Düren Nord ein verbindendes Anliegen aller engagierten Menschen in der Stadt ist.

Für das leibliche Wohl sorgten „Café Lichtblick“ sowie zahlreiche Spenden leckerer Salate und Snacks. Die Latinoband SinFronteras begleitete das Fest musikalisch und ließ den einen oder anderen Fuß schwungvoll wippen. Zwischendurch öffnete der Kleiderladen „Joachims Anziehpunkt“ seine Türen, und durch das Engagement einer jungen Friseurin konnten zahlreiche neue Haarschnitte bewundert werden. Spirituelle Impulse luden ein, den eigenen Gedanken nachzugehen und sich auf die Grundlagen unseres Handels – unseren Glauben – zu besinnen.

Alles in Allem war es ein sehr gelungenes Fest. Es zeigte, dass „Hand-in-Hand“ agieren prima funktionieren kann und gab schon mal einen Ausblick auf zukünftige Aktionen.
St. Joachim ist ein guter Ort zum Feiern!

Für das Vorbereitungsteam
Dorothee Wakefield, Gemeindereferentin in der GdG St. Franziskus

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Das Rosenkranz-Gebet

Das katholische Rosenkranzgebet entwickelte sich aus frühmittelalterlichen Gebeten, bei denen zunächst das „Vater unser“ (Paternosterschnur) und ab dem 11. Jahrhundert zunehmend das Ave Maria einhundertfünfzigmal in Zehnergruppen gegliedert wiederholt und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten über das Leben und Heilswerk Jesu Christi verbunden wurde. 

Im 12. Jahrhundert kam der Brauch auf, dass Ordensmitglieder in Krosenkranz medjugorje rote rosen und glas kreuzöstern, die nicht lesen bzw. kein Latein konnten, statt der lateinischen Psalmen des Stundengebets das Ave Maria als Ersatzgebet für die Psalmen beteten. Für eine Reihe von 150 Ave Maria kam in Anlehnung an die 150 Psalmen der Bibel der Name „Marienpsalter“ auf.

Eine mittelhochdeutsche Legendensammlung vergleicht das Ave Maria mit einer himmlischen Rose. Hierin gründet wohl die Bezeichnung „Rosenkranz“ für die Zählkette. Das Wort Rosenkranz stammt vom lateinischen Wort „Rosarium“, das mit ‚Rosengarten‘ übersetzt wird. Eine der Legenden handelt von einem Marienverehrer, der eine Marienstatue mit einem geflochtenen Kranz aus Rosen zu schmücken pflegte. In einer Erscheinung soll er eines Tages die Botschaft bekommen haben, dass sich Maria über einen anderen Rosenkranz mehr freue, nämlich über 50 gebetete Ave Maria. 

Der Zisterzienserabt Stephan von Sallay († 1252) formulierte eine Vorform der fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse. Durch den Kartäuser Heinrich von Kalkar (1328–1408) kam die Gewohnheit auf, fünfmal zehn Ave Maria zu beten und jeden Zehnerblock mit einem Vaterunser zu beginnen und mit dem „Ehre sei dem Vater ...“  zu beenden. 

Noch im späten Mittelalter gab es den Beruf des Paternostermachers, der aus Knochen und anderen Materialien Perlen für Rosenkränze fertigte. Rosenkränze aus dieser Zeit trugen oft statt eines Kreuzes eine farbige Quaste. 

Die heute gebräuchliche Form des Rosenkranzes entstand im Advent 1409. 

1508 wurde dem Ave Maria die Bitte „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder“ hinzugefügt. 1569 legte Papst Pius V. den Text des Ave Marias endgültig fest und regelte die Form des Rosenkranzgebets für die ganze Kirche. 

1884 führte Papst Leo XIII. den Oktober als Rosenkranzmonat ein. Papst Johannes XXIII. empfahl 1959 den Rosenkranzmonat Oktober als Vorbereitung auf das Zweite Vatikanische Konzil. Papst Paul VI. widmete 1969 dem Oktober als Rosenkranzmonat ein apostolisches Schreiben.

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz#Geschichte)

Rosenkranz CD

Rückblick auf die Ferienspiele

20210729 181034Sehr glücklich war man im Jugendheim Derichsweiler, in diesem Sommer zumindest 30 Kinder für die Ferienspiele annehmen zu dürfen, aber gleichsam auch ein wenig geknickt, sehr viele weitere Anfragen, die es darüber hinaus gab, ablehnen zu müssen.

Da wir immer noch tief in der Pandemie verortet sind, begann die Ferienwoche erst einmal mit einem beaufsichtigten Schnelltest für Kinder und Teamer gleichermaßen. Durch die Tests in der Schule ließ sich hier eine unaufgeregte Routine bei den Kindern feststellen. Auch alle übrigen Hygienemaßnahmen, die die kleinen Teilnehmer während der Woche beachten mussten, konnten nicht ansatzweise den Spaß und die Freude ausbremsen, den ein abwechslungsreiches Ferienprogramm bot.

Wie in jedem Jahr gestalteten wir zu Beginn die beliebten Motto-T-Shirts. Damit keine Langeweile aufkam diesmal in gebatikter Form. Mit farbenprächtigen Ergebnissen.20210726 165041

Leider fiel der geplante Ausflug zum Brückenkopfpark der Überschwemmung zum Opfer. Kurzfristig wurde die Tour dann nach Bubenheim verlegt. Das Wetter spielte Gott sei Dank mit. So erlebten die Kinder einen sehr aktiven Tag im Spieleland.

Zur Wochenmitte schaute der Schnelle Emil des Jugendamtes am Jugendheim vorbei. Das Team des Spielmobils zeigte sich sehr angetan von den Kids und deren Betreuer*innen, so wie gleichfalls das mitgebrachte Spiele - Equipment und die mitgereisten Emilianer großen Zuspruch bei unseren Teilnehmern fanden.

Am Donnerstag machte sich unsere Gruppe nach Langerwehe auf. Im Töpfereimuseum erwartete uns ein spannender Workshop zum Thema „Leben in der Jungsteinzeit“. Feuer machen, Töpfern, Stockbrot und vieles mehr sorgten für einen ausgesprochen kurzweiligen Nachmittag. Und schon befanden wir uns auf der Zielgeraden. Die Zeit war wieder mal wie im Flug vorbei gegangen. So wurde schließlich am letzten Abend der Grill angeworfen. Es wurde noch einmal kräftig gespielt und gebastelt. Dann endete unser Ferienangebot mit einer gruseligen Nachtwanderung, die inklusive einer Schatzsuche übrigens von ehemaligen Mitgliedern unseres Betreuerteams organisiert wurde. Dafür vielen Dank!

20210729 165028Fazit: Man merkte den Kindern in jedem Augenblick an, wie froh sie waren, dass wieder etwas für sie angeboten wird. Außerdem freuen wir uns im Jugendheim darüber, wie viele neue Teilnehmer sich an unserem Sommerferienprogramm beteiligten. Das zeigt, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit im Ort angenommen wird. Ein riesiges Dankeschön gilt wie immer unserem Betreuerteam. Hier waren ebenfalls viele jugendliche und erwachsene Helfer erstmalig mit dabei und haben ihre Sache großartig gemacht.

Für Ihre großzügige Unterstützung danken wir: Bäckerei Schleicher, Sparkasse Düren und Josef Weiler GmbH & Sohn aus Gürzenich.

(Michael Nepomuck)

„Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg 4,20)

Weltmissionstag

Angesichts der „Versuchung, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit im Namen eines angebrachten Social Distancing zu kaschieren und zu rechtfertigen“, brauche es „eine Mission des Mitleidens“, so Franziskus an diesem Freitag. Notwendige physische Distanz könne dennoch „zu einem Ort der Begegnung, der Fürsorge und der Förderung“ gemacht werden. Dies, so der Papst, sei umso nötiger, weil „Entmutigung, Ernüchterung, Müdigkeit“ und eine „allgemein um sich greifende Verbitterung“ sich der Wahrnehmung bemächtigt hätten.

Seit 1926 jährlich

Der Sonntag der Weltmission wird seit 1926 jährlich begangen. Das Motto des Aktionstages, „Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“, stammt aus dem Buch der Apostelgeschichte. Es ist die Antwort der Apostel Petrus und Johannes an die Behörden, die ihnen Redeverbot erteilen wollten.

Christen, so der Papst weiter, könnten ihren Glauben an Jesus Christus nicht für sich behalten, vor allem nicht, wenn sie ihn als beglückend und befreiend erleben. Zwar habe die Pandemie Schmerz, Einsamkeit, Armut und Unrecht, unter denen viele litten, noch einmal hervorgehoben und verstärkt, so das Kirchenoberhaupt weiter.

Aber „mit Jesus haben wir gesehen, gehört und erfahren, dass es auch anders gehen kann“. Solcher Glaube sei imstande, „Initiativen anzustoßen und Gemeinschaften zu gestalten.“

Rückzug schwächt den Glauben

Dazu brauche es „Männer und Frauen, die lernen, ihre eigene Zerbrechlichkeit und die der anderen auf sich zu nehmen, indem sie Geschwisterlichkeit und soziale Freundschaft fördern“. Persönliche Abschottung und Rückzug in kleine Gruppen würden den Glauben schwächen und ihm Prophetie, Staunen und Dankbarkeit nehmen, warnt Franziskus.

Missionarischer Eifer, der nicht zwinge, sondern einlade, lasse sich, so Franziskus, „nie durch Erwägung oder Berechnung erlangen“. Vielmehr sei er ein „Widerschein der Dankbarkeit“ für das, was man selber erfahren habe. In Deutschland tragen das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen und missio in München gemeinsam die jährliche Kampagne zum Sonntag der Weltmission in Deutschland. (KNA)

Das Thema des diesjährigen Weltmissionstages „Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg 4,20) ist eine Einladung an jeden von uns, „sich darum zu kümmern“ und bekannt zu machen, was wir im Herzen tragen. Diese Sendung ist und war immer die Identität der Kirche: „Sie ist da, um zu evangelisieren“ (Hl. Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 14). Unser Leben aus dem Glauben wird geschwächt, es verliert die Prophetie und die Fähigkeit zum Staunen und zur Dankbarkeit, wenn es sich in persönlicher Abschottung oder in kleinen Gruppen verschließt; schon wegen seiner eigenen Dynamik verlangt es eine zunehmende Offenheit, die auf alle zugehen und sie umarmen kann.“

Papst Franziskus

Den vollständigen Text finden Sie hier

fahrradspende blau rundIn Düren gibt es eine Anlaufstelle von der Evangelischen Gemeinde, um gebrauchte Fahrräder abzugeben.

Diese werden dann aufbereitet und an Bedürftige gegen eine Unkostenbeteiligung abgegeben. Auch eine Reparatur eigener Fahrräder vor Ort ist möglich.

Das Team des Dürener Sozialrads freut sich über jede Fahrradspende.

Weitere Informationen gibt es unter www.bildung-bewegt-dueren.de/info/duerener-sozialrad/

oder direkt in der Fahrradwerkstatt im 
Haus der Evangelischen Gemeinde,
Wilhelm-Wester-Weg 1A
im Keller - (Zugang über den Tiefgarageneingang, Kuhgasse).
Öffnungszeiten: dienstags 9 bis 12 Uhr und donnerstags 14 bis 17 Uhr. Telefon 188-233.

Ergänzend zur Zusammenfassung im Pfarrbrief 09/2021 können Sie hier den vollständigen und sehr ausführlichen Berichtvon Herrn Hans Gallmann zur Außen und Innensanierung der Pfarrkirche "St. Martin" Derichsweiler nachlesen:

Marcus Seiler, GdG-Ratsmitglied schreibt im Newsletter des Bistums:

„Kirche ist für mich durchaus ambivalent"

Wortgottesdienst-Leiter, Lektor, Kommunionhelfer und Mitglied des Pfarrgemeinderates: Marcus Seiler engagiert sich vielfältig und mit jede Menge Herzblut in der Kirche. „Leider kriege ich die Jahre nicht mehr zusammen, aber vor mehr als 25 Jahren startete ich als Lektor und dann als Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Michael Echtz“, sagt Marcus Seiler. In diesen fast drei Jahrzehnten hat der 55-Jährige viel erlebt. Neuanfänge, Aufbrüche und Veränderungen in seiner Kirche: Den Prozess zur Bildung der ersten Gemeinschaft Düren-Nordwest hat er von Anfang an mit begleitet, ebenso den Prozess der Verschmelzung der alten GdG Düren-Nord und der GdG Düren-Nordwest zur neuen GdG Düren-Nord bzw. jetzt zur GdG St. Franziskus Düren-Nord. Die ganze Zeit war er dabei jeweils im Gemeinsamen Ausschuss bzw. im GdG-Rat und im Vorstand engagiert.
„Kirche ist für mich durchaus ambivalent. Sie ist für mich Heimat, aber auch eine Heimat, an die ich auch kritische Fragen habe. Aber sie ist und bleibt damit auch Heimat. Die Zeiten sind heute auch sehr spannend, ein Wandel in der Zeit vollzieht sich, und die Kirche findet sich neu. Das geht nicht ohne Spannungen, und deswegen ist es spannend“, betont Marcus Seiler. Im GdG-Rat gehe es auch darum, Prozesse zu steuern und Angebote zu konzipieren, die einzelne Pfarren nicht mehr erbringen können. Gleichzeitig müsse die GdG auch „vor Ort" noch erkennbar sein. Das sei eine große Herausforderung. Wie dies noch besser gelingen könnte? „Ich möchte, dass Kirche Verantwortung auf eine breitete Basis stellt, auch im Sinne von Mitbestimmung.
Das würde besser betonen, dass alle unsere Stimmen in der Kirche und vor Ort gleich wertvoll sind“, ist Seiler überzeugt. Die Priester müssten zudem von administrativen Aufgaben mehr entlastet werden, um wieder mehr Zeit für ihre Kernaufgaben zu haben: Messe und Seelsorge. Zu den GdG-Wahlen und Kirchenvorstandswahlen, die im Bistum Aachen am 6. und 7. November stattfinden, steht dann auch wieder Marcus Seiler auf der Liste der Kandidaten. „Ich engagiere mich, weil es ein Glaubenszeugnis ist, Christus und seine Botschaft für mich existenzielle Bestandteile meines Lebens sind und ich so mitgestalten kann. Wir sind ja aufgerufen, Salz der Erde zu sein.“

Also:
Auch Eure Stimme zählt! Ihr könnt das Gemeindeleben vor Ort und alle anstehenden Veränderungen entscheidend mitprägen und gestalten. Nutzt die Chance: entweder, indem ihr von eurem

GdG-Wahlen in Zeiten von Strukturreformen und „Heute bei dir“-Prozess – macht das noch Sinn? Ja, weil es unsere
Kirche ist!

Eure Stimme zählt: Im Bistum Aachen werden am 6. und 7. November die Räte in den Gemeinschaften der Gemeinden sowie die Kirchenvorstände gewählt.

Ihr –mehr als 900.000 Erwachsene und Jugendliche – könnt das Gemeindeleben vor Ort also entscheidend mitprägen und gestalten. Diese Chance gilt es zu nutzen: entweder, indem ihr von eurem Wahlrecht Gebrauch macht oder aber sogar aktiv im GdG-Rat bzw. einem anderen Gremium mitarbeitet.

Der Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG-Rat) wird im Bistum Aachen zum dritten Mal gewählt. Er ist das oberste beschlussfassende Organ für die pastoralen Aufgaben in den 71 GdG des Bistums. In ihm arbeiten Priester und Laien, haupt-und ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen mit dem Ziel, die vielfältigen Aufgaben der Gemeinschaft in Zeiten des Um- und Aufbruchs zu gestalten. Neben dem GdG-Rat können in den Pfarreien und Gemeinden zudem Pfarrei- und Gemeinderäte gewählt werden. Die Kirchenvorstände verwalten das Vermögen der Gemeinde.

„Wir brauchen für die anstehenden Veränderungsprozesse die Erfahrung derjenigen, die sich bereits in den Gremien engagieren, aber auch neue Menschen, die Mut haben, mit uns in die Zukunft zu starten und Veränderungen mit uns zu gestalten“, betont Generalvikar Dr. Andreas Frick mit Blick auf den synodalen Gesprächs-und Veränderungsprozess „Heute bei dir“.

In der nächsten Phase des Prozesses ab Januar 2022, in dem die Ergebnisse aus den Basis-AGs umgesetzt werden, kommt den gewählten Gremien eine entscheidende Rolle zu. Sie können die nächsten Schritte aktiv begleiten und gestalten. Die gewählten Vertreter in den GdG-Räten, Pfarrei-und Gemeinderäten haben die Chance, pastorale Räume aktiv mitzugestalten. Sie sind das Gesicht der Kirche am Ort, machen sie lebendig und glaubwürdig.

Es lohnt sich also, eure Stimme abzugeben! Und vielleicht habt ihr ja sogar Lust, in einem der Gremien selbst mitzuarbeiten? Dann informiert euch doch auf der Homepage www.kirche-waehlen.de/bistum-aachen.

Ursula Schürmann & Anja Klingbeil, Bistum Aachen

(Der folgende Text wurde dem Sonder-Newsletter des Bistums Aachen vom 26.Juni 2021 entnommen)

Wann finden die nächsten Gremienwahlen im Bistum Aachen statt?
Zeitgleich mit drei weiteren Bistümern in Nordrhein-Westfalen werden im Bistum Aachen am 6. und 7. November die Räte der Gemeinschaften der Gemeinden gewählt. Über 900.000 Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren können dazu ihre Stimme abgeben. Am selben Wochenende finden auch die Wahlen für die Kirchenvorstände statt. Wahlen zu den GdG-Räten finden regelmäßig alle vier Jahre statt, Mitglieder des Kirchenvorstandes werden für sechs Jahre gewählt



Warum finden die Wahlen mit Blick auf den laufenden „Heute bei dir“-Prozess überhaupt statt?
Die Wahl der pastoralen Gremien und auch der Kirchenvorstände gibt allen Katholiken die Möglichkeit, ihre Kirche aktiv mitzugestalten. Das Recht, den eigenen pastoralen Raum, die Gemeinde, die Pfarrei mitzugestalten, sollte jeder nutzen. Zugleich bietet sich dadurch die Chance, auch die anstehenden Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten und so die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Kirche hat über die Jahrhunderte immer ihr Gesicht verändert und sich neuen Herausforderungen gestellt. Mit der Wahl der Räte wird die engagierte Zusammenarbeit am Ort weiter gesichert. Mit jeder Stimme wird die pastorale Entwicklung in der Gemeinde mitgestaltet.


Was geschieht, wenn sich nach Abschluss des „Heute bei dir“-Prozesses und in der Amtszeit der gewählten Gremien neue pastorale Räume und Strukturen entwickeln?
Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter in den GDG-Räten, Pfarrei-und Gemeinderäten haben die Chance, eventuelle neue pastorale Räume aktiv mitzugestalten. Sie sind das Gesicht der Kirche am Ort, machen sie lebendig und glaubwürdig. Verschiedene Fachbereiche im Bischöflichen Generalvikariat bieten für anstehende Veränderungsprozesse Unterstützung und Beratung an.



Wie sehen ab 2022 die pastoralen Räume bzw. die Strukturen im Bistum Aachen aus?
Wie sich Kirche verändert, um wieder näher bei den Menschen zu sein, wird seit 2018 im synodalen Gesprächs-und Veränderungsprozess „Heute bei dir“ mit vielen Beteiligten erarbeitet. Derzeit arbeiten acht Basis-AGs an Roadmaps für die zukünftige Entwicklung der katholischen Kirche im Bistum Aachen. Dabei handelt es sich um Ziel-, Zeit-und Maßnahmenpläne. Diese werden am 30. Juni 2021 veröffentlicht und anschließend von Lenkungsgruppe, Bischof und Diözesanen Räten beraten. Erst danach erfolgt die Umsetzung. Wie diese aussieht, dazu bleiben die Ergebnisse der Basis-AG sowie die folgenden Beratungen abzuwarten.



Wie lang wird die nächste Legislaturperiode sein?
Die Satzung für den Rat der Gemeinschaft der Gemeinden ist vom Bischof um eine weitere Amtsperiode verlängert worden. Die Kandidaten werden also für vier Jahre gewählt.



Wann wurde zuletzt gewählt?
Die letzte Wahl fand im Jahr 2017 statt. Bei diesen Wahlen hatten sich 4.000 Frauen und Männer um zirka 3.000 Mandate in den Räten der 71 Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) mit ihren 326 Pfarreien beworben. Der Anteil der Frauen unter den gewählten Mitgliedern lag bei 60 Prozent.



Wer ist wahlberechtigt?
Wahlberechtigt sind Katholikinnen und Katholiken, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet und in der Gemeinschaft der Gemeinden ihren Hauptwohnsitz haben.



Wer kann für die Gremienwahl kandidieren?
Wählbar sind Katholiken, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und in der Gemeinschaft der Gemeinden ihren Hauptwohnsitz haben oder am Gemeindeleben teilnehmen. Sie müssen ihrer Kandidatur schriftlich zugestimmt haben.



Welche Räte werden gewählt?
GdG-Rat
Der GdG-Rat ist das oberste beschlussfassende Organ für die pastoralen Aufgaben in den 71 Gemeinschaften der Gemeinden des Bistums. In ihm arbeiten Priester und Laien, haupt-und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit dem Ziel, die vielfältigen Aufgaben der Gemeinschaft in Zeiten des Um-und Aufbruchs zu gestalten. Der GdG-Rat ist verantwortlich für die „grundlegenden Fragen der Pastoral" der Gemeinschaft der Gemeinden. Hier wird informiert, beraten und soweit möglich entschieden, u.a. über die Gottesdienstordnung, die weitere Nutzung der kirchlichen Gebäude, das Pastoralkonzept, die ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit, Leitungsfragen oder die Verantwortung für den Dienst am Nächsten. Der GdG-Rat ist darüber hinaus auch Ort des Austausches und der Planung, welche pastoralen Aufgaben und Neuausrichtungen sich in der nächsten Zeit für die Gemeinschaft der Gemeinden abzeichnen. Er nimmt den gesamten pastoralen Raum in den Blick und berücksichtigt dabei auch andere kirchliche Orte wie Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Schulen, Ordensgemeinschaften, Verbände, Sozialstationen, Einrichtungen, Initiativen, Institutionen. Die Aufgaben des GdG-Rats, die Zusammensetzung seiner Mitglieder und die Arbeitsweise ist grundgelegt in der Satzung für den Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG-Rat).


Pfarreirat
Der Pfarreirat ist die Stimme der einzelnen Pfarreien im Konzert der Zusammenarbeit aller Pfarreien der Gemeinschaft der Gemeinden. Die Vielfalt der unterschiedlichen Dörfer oder Stadtviertel einer Gemeinschaft macht deutlich, dass eine Gemeinschaft von Gemeinden ortsnahe Bezugspunkte für die Menschen braucht. Hier kann der Pfarreirat wirksam werden. Aus der Kenntnis der ortsspezifischen pastoralen und gesellschaftlichen Herausforderungen erwachsen seine originären Aufgaben. Der Pfarreirat sorgt sich um das Pfarrfest ebenso wie um die Unterstützung des Leitungsteams und das gottesdienstliche Leben der Pfarrei. Er wirkt mit an der Erstellung des Pastoralkonzepts der Gemeinschaft und sucht den Kontakt zu kirchlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen im Dorf oder Stadtviertel. Er arbeitet mit Initiativen und Organisationen am Ort zusammen und berät den Kirchenvorstand. Männer und Frauen aus der Pfarrei werden vom Rat zum Dienst als Kommunionhelferinnen und -helfer, Lektorinnen und Lekoren, Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern und Beerdigungen oder zur Übernahme anderer Dienste vorgeschlagen.


Gemeinderat
Wo es gewünscht ist, kann Mitverantwortung in Gemeinden durch Gemeinderäte übernommen werden. Ein Gemeinderat entsteht nur durch Wahl, er kann nicht berufen werden. Gemeinde im Sinne dieser Ordnung kann sowohl eine territoriale Gemeinde (z.B. ehemalige Pfarrei oder Kaplanei), als auch eine Personalgemeinde (z.B. Jugendkirche kafarna:um / Gemeinde Zeitfenster) oder eine Gemeinde in der kategorialen Seelsorge (z.B. Hochschulgemeinde / Krankenhausseelsorge) sein. D. h. auch hier können Gemeinderäte gebildet werden. Voraussetzung für die Anwendung dieser Ordnung ist die Benennung der jeweiligen Gemeinde als solche im Pastoralkonzept der GdG. Die Aufgaben des Gemeinderats und sein Zusammenwirken mit dem GdG-Rat ist beschrieben in der Ordnung zur Bildung der Gemeinderäte.