St. Martin in Derichsweiler 

Im 7./8. Jh. hatte Derichsweiler eine Pfostenkirche, wohl über einem Gräberfeld des 3.Jhs. errichtet. Im 8. Jh. (?) baute man eine Saalkirche in Stein, etwa im 12. Jh. eine zweischiffige Kirche mit Apsis und eingezogenem Turm. In einer Urkunde von 1223, August 19., bestätigt Papst Honorius III. dem Stift St. Gereon in Köln den Besitz der Kirche in Derichsweiler, die hier zum ersten Mal schriftlich vorkommt. Ob das die Kirche aus dem 7./8. Jh. war (s.u.), oder ob diese damals schon einem Neubau gewichen war, läßt sich nicht mehr feststellen. Auch eine römische (frühchristliche ?) Grabinschrift, die an der alten Kirche eingemauert ist, läßt über das Alter einer christlichen Gemeinde keinen Schluß zu. Die Inkorporation in St. Gereon geschah 1283 durch Erzbischof Sifrid (1275-1297). 1324 wird ein Pfarrer Heinrich erwähnt. 1550 heißt es "Diederichswyler ist eine Moderkirch".
Im 15./16. Jh. wurde eine zweischiffige niedrige Hallenkirche gebaut, das Hauptschiff in Bruchstein, das dreijochige Seitenschiff in Backstein. Im letzen Krieg wurde sie 1940 von Brandbomben getroffen; es sind nur noch die Außenmauern erhalten. 1909/10 hatte man an anderer Stelle eine Kirche nach Plänen von Stefan Mattar, Köln, errichtet. Ende des Jahres 1944 wurde sie stark zerstört. Der neue Hochaltar wurde am 11. November 1962 geweiht. (Quelle: Bistum Aachen)
Die vom Kölner Architekten Stefan Mattar entworfene und aus Bruchsteinen erbaute Kirche wurde am 28. Mai 1911 konsekriert. Sie sollte die "Alte Kirche" ersetzen, da diese zu klein geworden war. Bei einem Bombenangriff während des Zweiten Weltkrieges ist die "neue" Pfarrkirche kaum zerstört worden. Nur der Kirchturm musste restauriert werden; er wurde nur bis zur Giebelhöhe des Turmobergeschosses wieder aufgebaut. Die dreischiffige, in spätgotischen Formen gehaltene Kirche misst in der Länge 35 m, die Breite beträgt im Querschnitt 19,80 m. 

(Quelle: Stadtteilinfo Düren) 

"Alte Kirche"

Im Jahre 1287 werden die Einkünfte der Kirche zu Derichsweiler dem Kölner Stift St. Gereon, das das Patronatsrecht besitzt, inkorporiert. Die zuerst einschiffige romanische Kirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts in eine zweischiffige, gotisch geprägte Kirche umgebaut. Nachdem die Kirche für die Gemeinde zu klein geworden war, sollte eine neue errichtet werden. Die alte Kirche durfte jedoch aus Gründen des Denkmalschutzes nicht abgerissen werden und wurde zu einer Kriegergedächtnisstätte. Sie war die erste Kirche des Deutschen Reiches, die im Jahre 1940 durch Brandbomben schwer beschädigt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zunächst auf den Wiederaufbau verzichtet und man beließ es bei Sicherungsmaßnahmen. Bei archäologischen Untersuchungen in den Jahren 1987/88 wurden ein fränkisches Gräberfeld und zwei Vorgängerbauten aus dem 8. und 10. Jahrhundert nachgewiesen. Die Ruine wurde von einem 1988 gegründeten privaten Trägerverein zu einer kommunalen Begegnungsstätte und einem Jugendzentrum umgebaut und am 19. März 2010 eingesegn

(Quelle: Stadtteilinfo Düren)