Arnoldsweiler

Pfarrkirche St. Arnoldus

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die alte Pfarrkirche Klein St. Arnold baufällig. So wurde der Kölner Architekt Theodor Roß beauftragt, eine neue, größere Pfarrkirche zu bauen. Sie erstand in den Jahren 1899 bis 1902 direkt neben der alten Kirche. Die neue Kirche wurde als dreischiffige Basilika nach den damals herrschenden Vorstellungen im neuromanischen Stil mit Anklängen an den Übergangsstil zur Gotik gebaut. Am 8.10.1899 wurde der Grundstein gelegt, am 15.6.1902 weihte der damalige Kölner Weihbischof und spätere Erzbischof Dr. Antonius Fischer den Bau.


Der Chorturm erreicht eine Höhe von 47 m und ist dem Turm von Groß St. Martin in Köln nachgebildet. Der Turm erhebt sich nicht, wie bei den meisten Kirchen dieser Zeit üblich, über dem Hauptportal, sondern über Apsis und Chorraum im Osten.

Die Ziegelsteine der neuen Pfarrkirche wurden übrigens am Ende der heutigen Rather Straße in Arnoldsweiler geformt und gebrannt. Der ausführende Maurermeister war Jakob Schreiber aus Buir. Die Gesamtaußenlänge beträgt 45 m, die des Querhauses 23,5 m.

"Das Altarkreuz von 1901 fertigte Franz Freiherr von Bourscheidt an. Der Hochaltar von 1907 stammt vom Aachener Künstler Leonhard Menniken. Die Mosaiken am Altarsockel sowie die Altarbilder auf der Rückseite der Altarflügel stammen von Windhausen. Sie wurden ebenfalls um 1907 angefertigt. ln der Kirche befinden sich auch zwei Mosaiken von Friederich Stummel. Das "Gute Hirt" Mosaik  über dem Portal des nördlichen Querschiffes ist 1918 angefertigt worden. Das Mosaik "Die Flucht aus Ägypten" wurde 1919 von Stummel entworfen und nach seinem Tod von einem seiner Schüler vollendet. 1911 malte Heinrich Nüttgens aus Angermund die innere Kirche im Nazarenerstil aus. Seine Malereien wurden aber 1959 überstrichen. Nur das Brustbild von Pfarrer Heinrich Sassen ist davon übrig geblieben.

Die Orgel wurde 1914 von der Bonner Orgelbauwerkstatt Johannes Klais angefertigt und 1915 in Arnoldsweiler aufgestellt. Das Prospekt entwarf der Kölner Architekt Heinrich Renard.

1944 wurde die Kirche erheblich beschädigt. Sie konnte jedoch in den 50er Jahren wieder im ursprünglichen Zustand hergestellt werden. Von 1954/55 wurde die Kirche renoviert.  Dabei mußte das Mauerwerk‚ sowie der Naturstein an Fenstern‚ Bogen und Gesimsen erneuert werden.

1968 wurden die Untergadenfenste, 1969 die Obergadenfenster und 1973 die Chorfenster von Johannes Beek fertiggestellt. 1971 wurde bei der Chorraumumgestaltung der Altar umgestaltet, sowie ein neuer Ambo, drei Sedilien und Kerzenständer aus Anröchter Dolomit von Erika Vonhoff aus Aachen angefertigt."

Quellen:
• Dürener Zeitung Nr. 153 – Montag, 9. Oktober 1899 Artikel: "Stadt- und Kreisnachrichten" (Grundsteinlegung)
• Dürener Zeitung Nr. 135 – Montag, 16. Juni 1902 Artikel: "Firmungsreise des hochw. Herrn Weihbischofs Dr. Fischer". (Konsekration)
• Dürener Zeitung Nr. 167 – Donnerstag, 23. Juli 1959 Artikel: Kirche wird renoviert – Neuer Innenanstrich – Aus Spenden der Bevölkerung. (Übermalung der Malereien)
• Opusliste Klais Orgelbau
• Handbuch des Bistums. 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 302

 

Kirchenrundgang

Heutiger Innenraum

  • 02_Innenraum
  • 03_Altar
  • 04_Altar
  • 05_Altar
  • 06_Kreuz
  • 07_Rechtes_Seitenschiff
  • 08_Pfr_Sassen
  • 09_St_Josef
  • 10_St_Arnold
  • 11_St_Urban
  • 12_Markus
  • 13_Matthaeus
  • 14_Johannes
  • 15_Lukas
  • 16_Noerdliches_Querschiff
  • 17_Suedliches_Querschiff
  • 18_Klais-Orgel

 

Innenraum vor der Renovierung

  • 01-Mittelschiff
  • 02-Chorraum
  • 03-Hochaltar
  • 04-Apsis
  • 05-Heiligenschar
  • 06-Jesus-Kinderfreund
  • 07-Petrus-Bild
  • 08-Rosenkr-Altar
  • 09-Dreikoenigsbild
  • 10-Bergpredigt
  • 11-Arnoldus-Altar
  • 12-Mariae-Himmelfahrt
  • 13-Einzug in Jerusalem
  • 14-Orgel

Im Überblick

Unsere Pfarrgemeinde

Herzlich Willkommen in St. Arnold

 

 


Arnoldsweiler liegt im Norden des Stadtgebietes Düren.  Egal, von welcher Seite man in das Dorf hinein fährt, die mächtige neuromanische Kirche Groß St. Arnold beherrscht das Bild. Direkt daneben die romanisch-gotische Kirche Klein St. Arnold. Außerdem befindet sich östlich des Ortes die kleine Wegekapelle Maria Rast aus dem Jahr 1960. 

Siehe auch in Wikipedia:

Aus dem Gemeindeleben

• Arnolduswoche

• Matthiasbruderschaft

• Bücherei

• Messdiener

• Bericht aus der Gemeinde

kirchliche Gebäude

Pfarrkirche St. Arnoldus

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die alte Pfarrkirche Klein St. Arnold baufällig. So wurde der Kölner Architekt Theodor Roß beauftragt, eine neue, größere Pfarrkirche zu bauen. Sie erstand in den Jahren 1899 bis 1902 direkt neben der alten Kirche. Die neue Kirche wurde als dreischiffige Basilika nach den damals herrschenden Vorstellungen im neuromanischen Stil mit Anklängen an den Übergangsstil zur Gotik gebaut. Am 8.10.1899 wurde der Grundstein gelegt, am 15.6.1902 weihte der damalige Kölner Weihbischof und spätere Erzbischof Dr. Antonius Fischer den Bau.

Arnolduskapelle

Die alte Arnolduskirche, heute Klein St. Arnold oder Arnolduskapelle genannt, die wohl bereits vor 1168 zur Pfarrkirche erhoben worden war, wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und erweitert. 

"Die 922 erstmals erwähnte Arnolduskirche wird seit 1902 nach dem Bau eines neuen Kirchengebäudes, als Arnolduskapelle bezeichnet.Die Außenmauern des südlichen Seitenschiffes und das untere Geschoß des Turmes stammen wahrscheinlich aus dem 11.Jh. Das oberste Turmgeschoß und das Portal stammen aus den 12.Jh.

1159 erfolgte die Erhebung zur Pfarre. Im 15./16. Jh..wurde die Apsis des südlichen Seitenschiffes sowie das Mittelschiff und der Chor erbaut. Nach dem Brand am Ende des 17.Jh. setzte man den Turn instand. Gleichzeitig wurde das nördliche Seitenschiff angebaut.

Pfarrpatron

St. Arnoldus

Der Pfarrpatron der Pfarre ist der heilige Arnold, der auch dem Ort den Namen gab


Die älteste bildliche Darstellung des hl. Arnold ist in der heute Arnolduskapelle genannten ehemaligen Pfarrkirche die Sandsteinfigur auf dem Hochgrab aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

In einem Weistum von 1548/49 wird eine Arnoldusbruderschaft erwähnt, ein Hinweis auf eine seit längerem bestehende Arnoldusverehrung. Die Sandsteinfigur auf dem Hochgrab des Heiligen entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.Im Güterverzeichnis des Kölner Ursulastiftes von 922 sind zwei Kirchen in Arnoldsweiler bezeugt, das damals noch Ginnizweiler hieß. Die erste Kirche ist die Vorgängerin der heutigen Arnolduskapelle und die zweite, die nicht mehr besteht, war eventuell dem hl. Urban geweiht, da die Urbanusverehrung in Arnoldsweiler nie ganz verschwunden ist. 1742 wurde der hl. Urban in den Visitationsprotokollen – wahrscheinlich versehentlich – sogar als Pfarrpatron bezeichnet. 

Geschichte

 Im Güterverzeichnis des Kölner Ursulastiftes von 922 sind zwei Kirchen in Arnoldsweiler bezeugt, das damals noch Ginnizweiler hieß. Die erste Kirche ist die Vorgängerin der heutigen Arnolduskapelle und die zweite, die nicht mehr besteht, war eventuell dem hl. Urban geweiht, da die Urbanusverehrung in Arnoldsweiler nie ganz verschwunden ist. 1742 wurde der hl. Urban in den Visitationsprotokollen – wahrscheinlich versehentlich – sogar als Pfarrpatron bezeichnet.

Bereits 1360 bestätigte Herzog Wilhelm I. von Jülich (geb. um 1299, gest. 1361) die Verpflichtung der Bürgewaldgemeinden zur Entrichtung eines Kerzenopfers am Pfingstdienstag, später am Pfingstmontag. Diese Verpflichtung wurde erst im 19. Jahrhundert abgelöst.

Die älteste bildliche Darstellung des hl. Arnold ist in der heute Klein St. Arnold, Arnolduskapelle,  genannten ehemaligen Pfarrkirche die Sandsteinfigur auf dem Hochgrab aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In einem Weistum von 1548/49 wird eine Arnoldusbruderschaft erwähnt, ein Hinweis auf eine seit längerem bestehende Arnoldusverehrung. Die Sandsteinfigur auf dem Hochgrab des Heiligen entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.